Eine schwere Aufgabe steht den Berlinern kurz vor Weihnachten noch bevor. Die Hauptstädter werden im Pokalachtelfinale beim Titelverteidiger Waspo 1898 Hannover antreten. Das ist der erste Durchgang unter Einbeziehung der Top-Teams und die dritte Runde des seit 1972 ausgetragenen Wettbewerbs.

Dieser Start ist die denkbar schwerste Variante. Erst am vergangenen Wochenende hat es in Schöneberg zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde diese Paarung gegeben – und die favorisierten Niedersachsen haben deutlich mit 20:13 (14:7) dominiert. Es war das zweite Saisonduell zwischen den beiden Rivalen, nachdem Mitte Oktober auch das Supercup-Finale mit 14:10 zugunsten von Waspo ausgegangen war.

Die Niedersachsen sind nicht nur national, sondern auch international aktuell gut positioniert. Während Spandau im Euro Cup bereits aus dem Rennen ist, hat Waspo zuletzt drei Erfolge in der Champions League gelandet.

Alles in allem standen sich die Kontrahenten 13-mal in Pokal-Endspielen gegenüber – neunmal siegte Hannover (1998, 2017-2022, 2025), nur fünfmal Spandau (1991, 1999-2000, 2020, 2024).

Diesmal handelt es sich allerdings nicht um ein Endspiel, sondern um ein Achtelfinale. Es stellt sich die Frage, ob es für die Attraktivität des Sports förderlich ist, dass die aktuell beiden besten Teams so früh aufeinandertreffen. Dies wäre während der Auslosung mit einer Setzliste und unterschiedlichen Töpfen zu vermeiden.

In einer aktuellen Statistik ist „Waspo“ der eindeutige Favorit: Spandau hat in den letzten acht Duellen gegen die Hannoveraner achtmal in Folge verloren. Aber die Wasserfreunde reagieren nicht mutlos. Das Team wird sich trotzig, mutig, kampfbereit, entschlossen, beherzt und resolut einsetzen.

Gestern siegten die Berliner in ihrem 5. Euro-Cup Spiel gegen die Mannschaft von Steaua Bukarest mit 13:10 (4:4, 3:1, 2:2, 4:3). Im Spielverlauf gestaltete sich das Ergebnis ausgeglichen, bis die Berliner sich im 3. Viertel einen 3-Tore-Abstand erspielten. Diesen Vorteil ließen sich die Recken von Trainer Restovic nicht mehr nehmen und konnten bis zum Ende des Spiels das Team aus der Hauptstadt von Rumänien auf Distanz halten. Das Team und sein wieder hervorragend aufgelegter Kapitän Laszlo Baksa im Tor zeigten über die gesamte Spielzeit eine geschlossene, stark motivierte Mannschaftsleistung.  

Die Torschützen der Berliner:

Nikola Kojic 4, Aleks Sekulic, Till Hofmann, Marton Nagy je 2 Tore, Yannek Chiru, Damjan Vujicic, Tobias Bauer je 1 Tor.

Morgen steht nun bereits die nächste große Herausforderung an. In der Bundesliga empfangen die Spandauer den deutschen Meister W98 Waspo Hannover. Diese Aufgabe erscheint aktuell größer als das Spiel im Euro-Cup gegen Bukarest. Die Hannoveraner schwimmen gerade auf einer Erfolgswelle. Sie konnten die letzten 3 Spiele in der Champions League, zweimal gegen Sabadell (Esp) und einmal gegen das Spitzenteam von CN Marsaille, gewinnen.

Spandaus Trainer Marin Restovic ist gewarnt. Nachdem am 11.10.2025 beim Supercup in Hannover die erste Begegnung dieser Saison noch mit 14:10 an den Gastgeber gegangen ist, soll es sich diesmal ändern. „Wenn mein Team morgen die Leistung abruft, die es in der Lage ist zu spielen, werden es die Niedersachsen sehr schwer haben in Berlin zu gewinnen“, so der Trainer.

Der Appel der Wasserfreunde Spandau 04 an die Fans: „Kommt in die Schwimmhalle nach Schöneberg und unterstützt das Team auf dem Weg zum ersten Tabellenplatz!“

Hier der Hinweis zur Homepage der Wasserball Bundesliga:

www.wasserball-bundesliga.de

Dort sind alle Informationen zur laufenden Bundesligasaison der Frauenrunde sowie der Männerrunde zu finden.

Wasserfreunde Spandau 04

Sportliche Leitung

Peter Röhle

Euro Cup Gruppenphase Spiel 5

Wasserfreunde Spandau 04 – Steaua Bukarest (Rou)

Spieldatum: Donnerstag der 04.12.2025

Spielort:Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spielbeginn:​ 19:00 Uhr

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Die Wasserfreunde Spandau 04 stehen vor dem ersten entscheidenden Spiel, in dem sie sich noch für das Achtelfinale des Euro-Cups qualifizieren können. Von den bisherigen 4 Spielen konnten die Berliner nur eines gewinnen. Das war in Bukarest, am 30.10.2025 mit 11:9. Das Heimrecht stellt zwar einen Vorteil dar, aber auch wenn die Auswärtspartie gewonnen wurde, muss dieses Spiel nicht unbedingt ein Spaziergang zum Sieg werden.

Das Team von Trainer Marin Restovic benötigt sein gesamtes Können, um die 3 Punkte gegen die Rumänen festzuhalten und auf dem eigenen Konto zu verbuchen. Der Armeeclub aus der rumänischen Hauptstadt konnte bisher in der Gruppenphase noch keinen Punkt gewinnen, ist aber definitiv nicht zu unterschätzen. Die Mannschaft, die mit vielen Nationalspielern besetzt ist, hat sich bisher deutlich unter ihrem Wert verkauft.

Die Motivation bei den Berlinern ist groß und es ist ein temperamentvolles Spiel zu erwarten, um sich selbst ein Weihnachtsgeschenk zu machen. Aber auch bei einem Sieg ist das Team noch nicht für die nächste Runde qualifiziert. Im letzten Spiel, am 12.02.2026 gegen VK Sabac Elixier aus Serbien muss dafür vor heimischer Kulisse noch ein weiterer Sieg folgen.

Allerdings muss immer der erste Schritt vor dem zweiten Schritt gemacht werden. Darum müssen die Wasserfreunde am Donnerstag gewinnen und brauchen dafür die Unterstützung ihrer Fans.

Wasserfreunde Spandau 04

Sportliche Leitung

Peter Röhle

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