Jedes Ende ist ein neuer Anfang – Spandau ist wieder da!

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Nach dem Auftakt der Best-of-Five-Finalserie mit der Spandauer 7:10-Heimpleite und dem Folge-7:11 im ersten Match des Auswärts-Doppelspieltages bei Herausforderer Waspo 98 Hannover überraschten die Wasserfreunde auf eine Weise, die ihnen nur wenige zugetraut hatten. 9:4 hieß es am Ende der Partie im Stadionbad Hannover, die über vier Viertel eindeutig von den Berlinern dominiert wurde, die in beiden Duellen zuvor nicht annähernd an ihr echtes Potenzial herangekommen waren.

Spandau „entzauberte“ die Stars vom Balkan – vorab die Montenegriner Darko Brguljan und Aleksandar Radovic – nach allen Regeln der Kunst und ließ ihnen keinen Stich. Nie im Verlauf des hitzigen und für das Schiedsrichtergespann nicht leicht zu leitende Spiel, in dessen Verlauf beide Trainer, Kovacevic und Seehafer,  mit einer Roten Karte auf die Tribüne verbannt wurden, gerieten die glänzend eingestellten Spandauer wirklich in Gefahr, das Match zu verlieren.

Der Berliner Erfolg war letztendlich die Summe starker Einzelleistungen, die in der Addition schlichtweg das bessere Team ergaben. Wie bei Hannover (vier Spieler mit je einem Treffer) gab es bei Spandau zwar nur vier Torschützen, doch allein der überragende Nikola Dedovic (4) machte schon den Unterschied. Die weiteren Treffer gingen aufs Konto von Mateo Cuk, Lukas Gielen (je 2) und Marin Restovic (1). Die anderen kämpften erfolgreich in der herausragenden Verteidigung, mit einem eminent präsenten Torwart Laszlo Baksa im Rücken.

Kapitän Marko Stamm brachte die Veränderung gegenüber den ersten Spielen auf den Punkt: „Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und ausnahmsweise mal von Anfang an unser Konzept durchgespielt. Dann gewinnt man auch die Matches.“ Soll heißen: „Wir müssen das jetzt noch zweimal machen und dann feiern wir in Hannover die Meisterschaft.“ Präsident Hagen Stamm weiß freilich, „dass mit dem einen Sieg erstmal nicht viel gewonnen ist“. Aber die Art und Weise dürfte „Wirkung hinterlassen haben“. Das Momentum liege jetzt bei Spandau, „wir müssen es nur konsequent nutzen, dann kann diese Serie noch ein gutes Ende nehmen“.

Gewinnen die Berliner das Schöneberger Match gegen Hannover, findet am Samstag darauf das ultimative Finale um die 97. Deutsche Wasserball-Meisterschaft seit 1912 mit Spiel 5 bei Waspo statt.

 

Wasserfreunde Spandau 04

Sportliche Leitung

Peter Röhle

 

 

  1. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer,

Final-Serie Best of 5:  Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

 

Spiel 1: Mittwoch, 23.5.: Spandau 04 – Waspo 98 Hannover; Berlin –  7:10 (1:2,3:1,2:3,1:4)

Spiel 2: Samstag, 26.5.: Waspo 98 Hannover – Spandau 04,  Hannover – 11:7 (2:2,4:1,3:0,2:4)

Spiel 3: Sonntag, 27.5.: Waspo 98 Hannover – Spandau 04, Hannover – 4:9 (1:3,1:1,1:3,1:2)

Spiel 4: Mittwoch, 30.5.: Spandau 04 – Waspo 98 Hannover; Berlin, 19:30 Uhr

Spiel 5: Samstag, 2.6.: Waspo 98 Hannover – Spandau 04, Stadionbad Hannover, 18 Uhr

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