„Wir waren trotz vermeintlichen Heimvorteils überhaupt nicht anwesend und präsent“

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Wasserball-Legende und Spandau 04-Präsident Hagen Stamm hat nach der Heimschlappe des Rekordmeisters gegen Ungarns Szolnok Sports Club in der Champions League am Mittwoch einen „Auftritt ohne Seele“ seiner Mannschaft beklagt. Er habe „leblose Körper im Becken“ gesehen. Auf die Frage, warum das so gewesen sei, fand er nur eine Antwort: „Das ist ganz eindeutig keine Sache der Kräfte gewesen, sondern „ganz klar eine Angelegenheit der Köpfe“. „Wir waren trotz vermeintlichen Heimvorteils überhaupt nicht anwesend und präsent“, sagte der einstige Weltklasse-Athlet und bekannte: „Ich bin sprachlos. “

 

Auch sein Sohn und Mannschaftskapitän Marko fand bei der Ursachensuche keine rechte Erklärung. „Wir hatten uns viel vorgenommen, aber nichts davon zuwege gebracht. Die Ungarn haben mit uns gemacht, was sie wollten und sich dabei nicht einmal verausgaben müssen.“ Wenn man weiter so in der Champions League spiele, werde Spandau chancenlos sein. „Aber ich gehe davon aus, dass das nicht der Fall sein wird. Psychologisch ist es nicht so gut, mit einer solchen Pleite aus dem Jahr herauszugehen. Wir müssen das nun aus den Köpfen herausbekommen, und an uns glauben. So schlecht, wie wir uns heute präsentiert haben, sind wir nicht“, sagt Marko Stamm trotzig.

 

Kein Spandauer Spieler erreichte gegen Szolnok Normalform, auch Torwart Laszlo Baksa nicht, der mit EM-Bronze 2012 (für Ungarn!) den einzigen internationalen Medaillengewinn auf Seiten der Wasserfreunde verbuchen kann. Bei der laut Hagen Stamm „Weltauswahl“ des Kontrahenten kommen dagegen rund 60 Medaillen bei Olympia, WM und EM zusammen. „Wir haben Laszlo in Stich gelassen, die Mannschaft muss sich bei ihm entschuldigen“, nahm Marko Stamm seinen Keeper in Schutz. „Die sind schon in der Halbzeit an uns am Beckenrand vorbeigelaufen und haben gelacht, als ob sie gerade ein lockeres Trainingsmatch absolvieren.

 

Wir haben die Köpfe hängen lassen, statt zu reagieren“, bemerkte der 2. Torwart Tim Höhne, der im 4 Viertel des Spiels zum Einsatz kam. Nach zwei Niederlagen, zumal zuhause, sind die Chancen der Wasserfreunde auf einen der drei ersten Plätze in ihrer Gruppe, die für den Einzug ins Final Six Ende Mai in Barcelona erforderlich sind, erheblich gesunken.

Champions – League 2014/2015, Spiel 2 in Berlin, 17.Dezember 2014

Wasserfreunde Spandau 04 – Szolnok Viszilabda SC: 7:17 (1:4, 1:5, 3:4, 1:4)

Torschützen:

Maurice Jüngling 3, Marko Stamm, Erik Miers, Mateo Cuk, Marin Restović, 1

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