Weltmeisterschaften 2016: „Road to Rio“ führt über Moskau

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Bei den Weltmeisterschaften in Moskau (23. – 29. Mai) werden neben Medaillen auch die letzten Startplätze für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vergeben. Die deutsche Mannschaft will sich in der russischen Hauptstadt für eine starke Saison belohnen.

Knapp drei Monate vor den Wettkämpfen am Zuckerhut ist für reichlich Spannung gesorgt: Die Medaillengewinner von Moskau qualifizieren sich automatisch für die Olympischen Spiele. Zudem werden die letzten Punkte für die internationale Qualifikationsrangliste vergeben, über die sich die besten sechs Athletinnen und Athleten ebenfalls ihr Ticket für Rio de Janeiro sichern.

Mitmischen wollen dabei natürlich auch die deutschen Athletinnen und Athleten nach der erfolgreichsten Saison seit vielen Jahren. Für positive Energie sorgen vielleicht auch die Erinnerungen an das vergangene Jahr: Mit zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille feierte die deutsche Mannschaft bei der Heim-WM in Berlin das erfolgreichste Abschneiden seit acht Jahren.

Titelverteidigerin Lena Schöneborn nutzt die WM vor allem für eine letzte Standortbestimmung vor den Olympischen Spielen. Ihre hervorragende Form hat die 30-Jährige zuletzt mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit drei Siegen (zwei im Einzel, einer in der Mixed-Staffel) und zwei weiteren Podiums-Platzierungen ist sie die dominierende Athletin der bisherigen Saison. Auch Annika Schleu präsentierte sich zuletzt in starker Verfassung. Der Berlinerin ist einer der vorderen Plätze in der Qualifikationsrangliste kaum noch zu nehmen.

In der Entscheidung um die zwei deutschen Startplätze benötigt Janine Kohlmann (Potsdam) daher ein Spitzenresultat bei der WM. Mit ihrem guten Halbfinal-Auftritt beim Weltcup in Kecskemét hat sich Alexandra Bettinelli einen WM-Start im Einzel verdient. Ronja Döring (beide Berlin) peilt nach etwas unglücklichem Saisonverlauf in der Mixed-Staffel einen versöhnlichen Abschluss an.

 

Dogue und Zillekens gut im Rennen um die Olympiatickets

Patrick Dogue (Potsdam) hat sich mit seinem überraschenden zweiten Platz beim Weltcup-Finale in Sarasota mit einem Schlag in den Kreis der Olympia-Anwärter katapultiert. Auch sein Teamkollege Christian Zillekens darf nach überstandener Verletzung weiter von einer Teilnahme in Rio de Janeiro träumen. Beide können mit einem Top-15-Resultat die vielleicht entscheidenden Punkte für die internationale Qualifikationsrangliste sammeln.

Nur noch theoretischer Natur sind die Chancen für Stefan Köllner. Wie für den vierten deutschen Einzel-Starter Fabian Liebig (beide Potsdam) bietet sich aber in Moskau die Gelegenheit, mit einem starken Resultat auf sich aufmerksam zu machen.

Auch Alexander Nobis (Berlin) hat sich mit guten Leistungen für einen WM-Einsatz empfohlen. Nach dem überraschenden Triumph im vergangenen Jahr geht die deutsche Männer-Staffel als Titelverteidiger an den Start. Den Part von Nobis verletztem Partner Marvin Dogue (Potsdam) nimmt Matthias Sandten (Bonn) ein.

 

Der Zeitplan

23. Mai: Frauen-Staffel (mit Lena Schöneborn und Annika Schleu)
24. Mai: Männer-Staffel (mit Alexander Nobis und Matthias Sandten)
25. Mai: Qualifikation Frauen (mit Alexandra Bettinelli, Janine Kohlmann, Annika Schleu, Lena Schöneborn)
26. Mai: Qualifikation Männer (mit Patrick Dogue, Stefan Köllner, Fabian Liebig und Christian Zillekens)
27. Mai: Finale Frauen
28. Mai: Finale Männer
29. Mai: Mixed-Staffel (mit Ronja Döring und Fabian Liebig)

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