Wasserfreunde zurück auf nationaler Bühne

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Die EM in Belgrad (10.-23. Januar) ist zu Ende. – Trotz gezielter Vorbereitung erreichte das deutsche Team am Ende mit Platz 11 bei 16 Teilnehmern ein Resultat, dass den eigenen Ansprüchen nicht genügt.

Zumindest aber ist die Teilnahme am weltweiten Olympia-Qualifikationsturnier im Frühjahr in Triest (Italien) mit dieser Platzierung erreicht worden. Das ist die allerletzte Minichance für das deutsche Team, das Olympiaturnier nicht abermals aus der Ferne verfolgen zu müssen. Die Qualifikation für dieses Qualifikationsturnier wurde grundsätzlich sportlich durch diesen 11. Platz der Deutschen verfehlt. Glücklicherweise wird aber durch den Teilnahmeverzicht einiger Verbände aufgrund der Kontinentalregelung dennoch ein Start der DSV Auswahl ermöglicht. Zusammenfassend war das Ergebnis für unsere Wasserballhelden allerdings mehr als enttäuschend.

Mit Marko Stamm, Tobias Preuß, Maurice Jüngling, Mateo Cuk und Marin Restovic, beide wurden jüngst eingebürgert und zählen innerhalb des grundsätzlich nur wenig überzeugenden DSV-Team noch zu den erfreulichen Lichtblicken, mühten sich eine Handvoll Wasserfreunde aus Berlin darum, den absoluten Wasserball-Super-GAU („größter anzunehmender Unfall“ war selten so passgerecht übersetzt) abzuwenden – leider mit einem sehr begrenztem Erfolg. Die drei Siege in den sieben Spielen waren drei knappe Erfolge gegen Mannschaften, die das deutsche Team gemessen an seinen eigenen Ansprüchen spielerisch deutlich sicherer hätte kontrollieren müssen. 11:9 gegen Georgien, 16:15 nach Fünfmeterwerfen gegen die Slowakei und 9:7 gegen die Niederlande sind alles andere als Ruhmesblätter in der Statistik der deutschen Auswahl.

 

Bundestrainer Patrick Weissinger hat nach der EM absolut richtig erkannt, dass das Team in Triest trotz der glücklichen Auslosung für dieses Turnier wird „deutlich besser“ spielen müssen, wenn die oben genannte „kleine Chance“ auf Rio genutzt werden soll. Doch Belgrad ist nun bereits Geschichte, Triest und auch Rio sind die Zukunft.

 

Aktuell aber steht erst einmal für die Berliner Spieler der Einsatz für Spandau 04 im Vordergrund:

 

30.01.2016: Pokal-Viertelfinale, Lokalrivalen SG Neukölln, SSH Schöneberg, 16.00 Uhr

03.02.2016: Champions League, ZF Eger in Ungarn Spielbeginn 19:00 Uhr

06.02.2016: Bundesliga Spiel 8, Plauen, SSH Schöneberg, Spielbeginn 16:00 Uhr

10.02.2016: Champions League, ZF Eger, SSH Schöneberg, Spielbeginn 19:30 Uhr

 

Im Pokal-Lokalderby sind die Rollen wie stets klar verteilt – noch nie hat der Underdog gegen den gastgebenden 30-maligen Pokalgewinner ein Pflichtspiel gewinnen können. Ohne überheblich zu sein, darf man voraussagen, dass das so bleiben wird.

Spandau hat national in der laufenden Saison kein Spiel verloren. Neukölln, nach langer DWL-A-Gruppen-Präsenz im zweiten Jahr B-Gruppen-Vertreter, hat in der Liga mit zwei Niederlagen begonnen, konnte sich aber zuletzt als Dritter hinter dem SC Wedding und Duisburg 98 platzieren. Diese positive Entwicklung wurde vor allem im Pokal-Achtelfinale deutlich, als die SG Neukölln Ende November überraschend Krefeld 72 (A-Gruppen-Fünfter) daheim klar mit 16:10 ausschaltete. Gleich sieben Treffer erzielte in diesem Match Christopher Dangschat und vier Martin Andruskiewicz.

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