Spandau will Champions League-Vorrunde mit ersten Punkten beenden

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Nach bislang vier Niederlagen – je zwei auswärts und daheim – wollen die Wasserfreunde Spandau 04 am Mittwoch in der Schöneberger Schwimmhalle die Hinrunde der Gruppe B mit den ersten Punkten im europäischen Königswettbewerb der Vereine beenden. Gegner ist das serbische Team von Partizan Belgrad.

 

Partizan zehrt wie Spandau von seinem großen Namen, ist derzeit allerdings ein gutes Stück von den einstigen Glanzzeiten entfernt. Mit sieben Champions League-Siegen in einer großen Zeitspanne von 35 Jahren gelten die Serben als erfolgreichster Wasserballverein Europas. Seit längerem aber hat Partizan mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen und musste das Team drastisch verjüngen und eine Reihe von Stars abgeben.

Bis auf Torhüter Urgestein Slobodan Soro, der diverse Titel und Medaillen mit Serbiens Nationalteam gewonnen hat, ist der komplette Kader in den 90er Jahren (bis 1999) geboren. Obwohl auch unter diesen mehrere Auswahlspieler vertreten sind, hat die Leistungsstärke von Partizan Belgrad angesichts mangelnder Erfahrung in Schlüsselsituationen spürbar gelitten. Beide Faktoren – das Talent hie und die fehlende Routine da – werden in den bisherigen Champions League-Resultaten erkennbar. Dem Heimerfolg gegen Galatasaray Istanbul (10:7) stehen drei Niederlagen (7:11 Rijeka, 7:12 Szolnok, 3:5 Dubrovnik) gegenüber.

 

„Es wird ein schweres Match, aber wir haben eine realistische Chance, es zu gewinnen, wenn wir unser Leistungspotenzial erreichen“, sagt Co-Trainer und Manager Peter Röhle. Aus den vergangenen Jahren haben die Wasserfreunde gute Erfahrungen mit Partizan, vor Jahresfrist zum Beispiel die CL-Heimpartie mit 10:9 gewonnen. „Wir wollen die ersten Punkte definitiv haben, und entsprechend motiviert werden wir ins Becken springen.“

Der Slowake Martin Famera wird nach einem Anriss der Trizepssehne im linken Arm definitiv fehlen. Und nach der gerade absolvierten ersten Runde der EM-Qualifikation in Istanbul, die Deutschland gewonnen hat, kommen die Spandauer Nationalspieler alles andere als ausgeruht und optimal vorbereitet zurück nach Berlin.

Für Röhle darf dies nicht als Ausrede dienen, „wir müssen in der Lage sein, trotzdem eine ordentliche Leistung abzuliefern“. In den vier Partien zuvor habe man es nicht geschafft, eben das in Gänze über ein volles Spiel zu tun. „Es wird Zeit! Dafür brauchen wir Herz, Leidenschaft und Willen.“

 

Champions – League 2014/2015                

Spieltag 5 in Berlin, 11. Februar 2015

Wasserfreunde Spandau 04 – Partizan Belgrad

 

Spielort: Sport- u. Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spielbeginn:  19.00 Uhr

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