Spandau ist Meister – und setzt sich hohe Ziele

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Die Wasserfreunde Spandau 04 haben ihre gewohnte Souveränität zurückgewonnen. Nach dem Verlust der Titel von Meisterschaft und Pokal an den ASC Duisburg im Jahre 2013 wurde der Double-Gewinn schon 2014 direkt zurückgeholt. Am vergangenen Sonntag nun erzielten die Wasserfreunde ihren 34. Meistertitel seit 1979, im diesjährigen Dauerduell mit dem Finalrivalen aus Duisburg.

Insgesamt stehen damit aktuell 83 Championate auf der Erfolgsliste der Berliner. Dazu gehören u.a.: DSV-Pokal (30), Supercup (13), Meister-Europapokal (4) und Europa- Supercup (2).

 

In der „Best-of-Five“-Finalserie hatte Spandau nur beim 7:6-Auftakt in Duisburg Mühe. Die Heimpartien am Wochenende zeigen mit 13:4 und 13:7 aber eindeutige Ergebnisse auf. Das Team von Trainer Petar Kovacevic konnte in beiden Spielen punktgenau seine besten Saisonleistungen erbringen.

Der Meistertitel wurde im Anschluss traditionsgemäß gefeiert. Präsident Hagen Stamm und Manager Peter Röhle, zwei Idole aus der großen 04-Arä der 80er Jahre, waren jedoch im Hinterkopf bereits mit der Zukunftsplanung beschäftigt. So ist z.B. bereits sicher, dass der auch im Spandauer Team sehr erfolgreiche Centerverteidiger Martin Famera (Slowakei) bereits nach einem Jahr in Berlin zum spanischen Weltklasse-Klub CN Barceloneta (Champions League-Sieger 2014, Dritter 2013 und 2015), einer Top-Adresse des europäischen Wasserballs, wechselt. „Ich habe mich in Berlin sehr wohl gefühlt, es war nicht nur sportlich mit drei Titeln in Meisterschaft, Pokal und Supercup ein tolles Jahr für mich“, sagte er.

Famera war im Laufe der Saison immer stärker geworden, zählte in Bundesliga und Champions League zu den Schlüsselfiguren. „Wir waren für ihn die Bühne, auf der er sich sehr erfolgreich präsentieren konnte. Die internationale Konkurrenz hat hier ganz genau hingeschaut“, stellte Hagen Stamm fest. – Spandau braucht daher nun einen neuen Centerverteidiger von ähnlicher Güte. „In Deutschland gibt es davon nur einen. Das ist Julian Real, der beim ASC Duisburg spielt. Wir werden uns also anderswo umschauen müssen.“ Ansonsten geht der 04-Präsident davon aus, dass das Team in der aktuellen Besetzung zusammen bleiben wird. Noch sind nicht alle Gespräche geführt und nicht alle Unterschriften geleistet, aber Stamm erklärt: „Alle Nationalspieler haben bereits verlängert.“

Die Ambitionen für 2016, das für das DSV-Team trotz hoher Hürden hoffentlich doch noch ein olympisches Jahr werden wird, sind nach der erreichten Leistungssteigerung des Teams während der abgelaufenen Saison ein gutes Stück gewachsen. „Wir wollen in das Final Six der Champions League, ohne jedes Wenn und Aber“, macht Peter Röhle deutlich. Letztmals wurde ein Erfolg auf diesem Niveau im Mai 2003 erreicht, als das Team der Wasserfreunde, übrigens mit dem Trainer Peter Röhle, in Genua in der damals als Final Four gespielten Endrunde des europäischen Top-Wettbewerbes standen.

 

Spielergebnis 13.06.2015:
Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg: 13:4 (4:1, 4:0, 3:2, 2:1)
Torschützen: Martin Famera 4, Mateo Cuk 3, Marin Restović, Moritz Oeler (je 2), Marko Stamm, Petar Markovic

 

Spielergebnis 14.06.2015:
Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg: 13:7 (6:4, 3:1, 1:1, 3:1)
Torschützen: Marko Stamm 3, Mateo Cuk, Martin Famera, Maurice Jüngling, Moritz Oeler (je 2), Marin Restović, Eric Miers 1
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