Spandau 04 beendet die Hauptrunde in Hannover – dieser Sieg ist Pflicht!

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März 06, 2014

Waspo-Hannover

Die Kritiker, die dem deutschen Vereinswasserball in den vergangenen Jahren eine anhaltende Stagnation, Spannungs- und Klassemangel vorwarfen, wurden zumindest in einem Punkt widerlegt. An Spannung mangelt es der A-Gruppe der DWL in der laufenden Saison zumindest im Spitzenbereich nicht. Drei Vereine, die in ihren Vorschauen auch jeweils als Saisonziel „Deutscher Meister“ formuliert hatten, haben die Hauptrunde bisher annähernd auf Augenhöhe bestritten. Am Samstag findet der abschließend 14. Spieltag statt – traditionell werden die vier Begegnungen durch die Bank zur gleichen Zeitz um 16 Uhr angepfiffen.

Spandau 04 geht mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung in das Match bei Waspo 98 Hannover, dessen Team erst vor Wochenfrist beim Double-Gewinner der Vorsaison ASC Duisburg nach einem starken 8:9 aus dem Dreikampf um die Pole-Position ausschied. Die Niedersachsen, deren Mannschaft inzwischen beinahe einer Ansammlung ehemaliger Berliner an der Leine gleicht, wollen aber trotz der schon feststehenden Vorrundenposition nur zu gerne zumindest das Zünglein an der Waage im Fernduell um die Spitze zwischen Spandau und Duisburg spielen, das beim SV Cannstatt stattfinden wird.

Die Konstellation ist simpel: Sieg oder Punktgewinn sichern den Wasserfreunden den begehrten 1. Platz, der ihnen in den ab Mai folgenden Playoffs durchgängig den Heimvorteil bescheren würde. Eine Spandauer Niederlage aber würde diesen Vorteil dem ASCD zukommen lassen, da die Westdeutschen bei Punktgleichheit in diesem Falle die bessere Tordifferenz hätten. Aktuell weisen die Berliner nach 13 Begegnungen in dieser Sparte +104 Treffer auf, die Duisburger haben aber +110. Hannover hat in der Tabelle vier Punkte Rückstand auf die Wasserfreunde, zwei auf den ASCD.

„Von Punktgewinn wollen wir gar nicht erst reden, wir wollen den Sieg. Unseren Vorteil haben wir uns hart erarbeitet, jetzt werden wir uns den auf keinen Fall nehmen lassen“, ist sich Manager und Co-Trainer Peter Röhle sicher. „Uns ist uns bewusst, dass wir auf einen höchst engagierten Gegner treffen, der uns nichts schenken wird.“ In den Reihen des einstigen Dauerrivalen, der allerdings seinen letzten nationalen Titel im Pokal 2004 gewann, stehen eine Reihe von Ex-Spandauern, die in der Mehrzahl noch vor Kurzem die Kappe des Rekordmeisters trugen. Hierzu zählen der Torhüter Roger Kong, die aktuellen Nationalspieler Erik Bukowski, David Kleine und Tobias Preuß sowie Marko Bolovic.

Hannovers Konzept, starke Akteure durch ein kombiniertes sportliches und berufliches Angebot an sich zu binden, hat offenbar funktioniert. Und es zeitigte Wirkung, bis dato vor allem gegen Duisburg. Hannover gewann zuhause 8:7 gegen den Meister und verlor 8:9 auswärts. Einige Zeit hat die Mannschaft gebraucht, um sich zu finden. – Eine bislang sehr gute Saison liefert vor allem Erik Bukowski ab, der mit 47 Treffern aus 13 Spielen, die Torjägerliste souverän vor Dennis Eidner (auch ein Ex-Spandauer/jetzt ASCD) und dem 04er Moritz Oeler mit je 37 anführt. Spandaus Abwehr wird auch auf den montenegrinischen Center Bojan Paunovic (23) achten müssen, der zuletzt drei Treffer gegen Duisburg erzielte.

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Pressemitteilung Spandau 04 vom 6. März 2014:

Deutsche Wasserball-Liga (DWL), 08. März 2014

SG W98 Waspo Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn:   16 Uhr

Spielort:         Stadionbad Hannover, 30169 Hannover, Robert Enke Str. 5

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