Platz 2: Schöneborn glänzt auch in Rio de Janeiro

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Nach ihrem Sieg in Kairo präsentiert sich Lena Schöneborn weiter in hervorragender Form. Beim Olympia-Testwettkampf und Weltcup in Rio de Janeiro belegte die 29-Jährige den 2. Rang. Annika Schleu, die zum Auftakt für einen deutschen Doppelsieg gesorgt hatte, musste sich mit dem 23. Platz zufriedengeben. Janine Kohlmann erreichte Rang 25.

Vielversprechender Start für Lena Schöneborn (Bonn) in das Olympiajahr: In Rio de Janeiro musste sich die amtierende Weltmeisterin nur der Italienerin Claudia Cesarini (1346p) geschlagen geben. Bei sintflutartigen Regenfällen kämpfte sie sich im Combined vom neunten auf den zweiten Rang (1323p) vor.

Schöneborn erwischte einen vergleichsweise schwachen Start in den Wettkampf, konnte sich aber mit einem starken Endspurt im Fechten auf 22 Siege und Rang 4 vorarbeiten. Nach 2:20 Minuten über die Schwimmstrecke, einem gewonnenen Kampf in der Fecht-Bonusrunde verlor sie im Reiten mit drei Abwürfen etwas an Boden (279p). Da aber ein Großteil des Feldes viele Strafpunkte hinnehmen musste, blieb sie als Neuntplatzierte in Reichweite der Spitzenplätze. Ihre Laufstärke und gute Schießserien bescherten ihr schließlich bei schwierigen Bedingungen – ein gewaltiges Tropenunwetter zog über die Anlage – den 2. Rang. Dabei profitierte sie auch vom Pech der Chinesin Chen Yang, die als Führende beim letzten Schießen mit technischen Problemen kämpfen musste.

 

Schleu und Kohlmann können nicht vorne eingreifen

Anderen Topathletinnen machte das Wetter ebenfalls einen Strich durch die Rechnung. Dazu gehörte leider auch Annika Schleu, die aufgrund von zwei Laserdefekten nicht an ihren tollen Erfolg in Kairo anknüpfen konnte. Nach der Silbermedaille in der ägyptischen Hauptstadt blieb der Berlinerin in Rio de Janeiro nur der 23. Platz. Nach ausgeglichener Bilanz im Fechten (17 Siege) und einer guten Schwimmzeit (2:17min) zwang ein schwieriges Pferd die 25-Jährige gleich zu sechs Abwürfen im Reiten (258p). Im Combined musste sie ihre Aufholjagd nach dem dritten Schießen begraben.

Zwei Ränge dahinter landete die Potsdamerin Janine Kohlmann. Leider konnte sie mit nur 15 Siegen die tolle Fechtvorstellung vom Halbfinale (21/4 Siege) nicht wiederholen. Auch bei ihr standen im weiteren Verlauf eine 2:17-Minuten-Schwimmzeit und 272 Punkte im Reiten zu Buche.

 

Olympia-Modus wird getestet

Generell war es ein Wettkampf unter besonderen Vorzeichen. So konnten sich die Athletinnen nicht nur erstmals mit den frisch eröffneten Anlagen im Deodoro Olympic Park, sondern auch mit dem leicht veränderten Modus vertraut machen, der bei der olympischen Entscheidung im August gelten wird. Dabei findet die Platzierungsrunde im Fechten bereits am Vortag statt, das eigentliche Finale besteht dann aus dem Schwimmen, der Fecht-Bonusrunde, dem Reiten und dem abschließenden Combined.

Am Sonntag fällt die Entscheidung bei den Männern. Christian Zillekens hatte mit Rang 7 einen starken Fecht-Vorkampf gezeigt. Seine Potsdamer Teamkollegen Patrick Dogue und Stefan Köllner liegen im Zwischenklassment auf den Plätzen 21 und 33.

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