Neuauflage: Deutscher Wasserball-Supercup verpatzt

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Der Vater des Deutschen Supercups, Dr. Günter Schwill, wird es mit Missmut zur Kenntnis nehmen: Der amtierende Deutsche Wasserballmeister ASC Duisburg und die Wasserfreunde Spandau 04 konnten sich nicht auf vernünftige Modalitäten zur Durchführung dieses Spiels einigen. So wird der von Günther Schwill gestiftete wunderschöne Pokal, eine Bronzebüste des Jünglings von Marathon, weiterhin in der Glasvitrine im Clubhaus der Wasserfreunde Spandau 04 stehen.

Die Hintergründe für diese Absage stellen sich wie folgt dar:

Die zu begrüßende Idee, den Supercup wieder aufleben zu lassen, entstand erst nach der
bereits festgesetzten Aufstellung des Etats der Wasserfreunde für die Saison 2013/14.
So machten die Berliner den Duisburgern den Vorschlag, sich mit dem Erlös aus den Zuschauereinnahmen, die mithilfe einer gemeinsamen, aktiven und intensivierten Bewerbung dieses für das Publikum interessanten Spiels erzielt werden sollten, an den Reisekosten der Berliner zu beteiligen, um prekäre Finanzlage der Wasserballvereine nicht weiter zu belasten.

Dieses erste Aufeinandertreffen beider Deutschen Spitzenteams, speziell nach der personellen
Neuorientierung der Spandauer Mannschaft, wäre mit Sicherheit für sehr viele Wasserballfans ein Leckerbissen gewesen, hätte ein großes Publikum nach Duisburg gelockt und auch einige Presseresonanz hervorgerufen.

Der Vorsitzende des ASC Duisburgs, Axel Garnatz, teilte der DWL nach mehrwöchiger Bedenkzeit mit, dass er nicht bereit sei, den Wasserfreunden diese Reise zu finanzieren. Von
seinen Mitgliedern wolle er keinen Eintritt verlangen und mit einem Eintrittspreis von 5.- € für die wenigen Zuschauer, die zusätzlich das Spiel besucht hätten, wären nicht genügend Einnahmen zusammen gekommen. Diese Äußerungen lassen nur traurig stimmende Rückschlüsse auf sehr unflexible Denkweisen zu.

Nachdem die Wasserfreunde Spandau 04 den Duisburgern bereits bei der Termingestaltung in der Bundesliga entgegengekommen waren, indem sie ihrer Bitte nachkamen, das Heimrecht zu tauschen, kamen die Berliner Herrn Garnatz noch ein weiteres Mal entgegen und machten folgenden Vorschlag, um auch das Supercupspiel für beide Teams kostengünstiger durchführen zu können:

Spandau schlug vor, mit dem ASCD das Heimrecht zu tauschen und in Berlin zu spielen. In diesem Fall wäre Spandau bereit gewesen, den Duisburger ihre dann entstehenden Fahrtkosten zu finanzieren. – Auch für diesen Zweck sollte versucht werden, das Zuschauerinteresse und die damit verbundene Bereitschaft, einen angemessenen Eintrittspreis zu zahlen, erheblich zu steigern, sodass die Berliner mit den erzielten Einnahmen die Duisburger hätten unterstützen können.

Es ist hochgradig bedauernswert, dass dieses Spitzenspiel erneut nicht stattfinden wird, zumal beide Teams sich mithilfe einer solchen Veranstaltung auch in Bezug auf ihre sportliche Vorbereitung auf die internationalen Wettkämpfe hätten sinnvoll gegenseitig unterstützen
können.

Für die Zukunft ist zu wünschen, dass alle für die Ausrichtung eines Supercups Verantwortlichen in der Lage sein werden, Entscheidungen zugunsten der Sportart Wasserball zu treffen und nicht fahrlässig ein so wichtiges Spiel ausfallen zu lassen.

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