Mia san Mia – oder besser: Wir, det sind wir!

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Vereinsleben. Ein aussterbendes Phänomen des frühen 20. Jahrhunderts, wenn man den Berichten des Bundesinstitutes für Sportwissenschaft, des DOSB und der Sporthochschule Köln Glauben schenken darf. Zumindest, in dem Sinne, wie Vereinsleben in den meisten Fällen bisher verstanden wurde. Familie, Freunde und Sportkollegen schwitzen, arbeiten, werkeln zusammen in einem Verein. Kennen sich, verstehen den Verein als positives Erlebnis, als einen schönen Platz, um mit der Familie und Freunden eine schöne Zeit zu haben und Sport zu treiben. Sowohl im Breitensport als auch im Leistungssport.

Nun wird also behauptet, all dies geht nun dem Ende entgegen. Zurzeit wird aber genau diesem Phänomen der Negativentwicklung entgegengewirkt.

Am 23.08.2016 starteten die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 wie üblich mit der Vorbereitung in die bevorstehende Saison. Die Schwimmer der Gruppe Stamm/Frank sogar schon eine Woche zuvor. Und zusammen wird seit nunmehr knapp eineinhalb Wochen gerackert, geschwitzt und Spaß gehabt. Wer schon einmal so eine Vorbereitung der Wasserballer mitgemacht oder auch nur beobachtet hat, der weiß wie anstrengend, auslaugend und eintönig die Schwimmerei für unsere Sportler werden kann. Fahrrad fahren in der Höhenkammer von Hertha BSC und Schwimmeinheiten bis zum Umfallen. Anschließend eine kurze Pause mit einem kleinen Mittagessen, typischerweise im Clubhaus Alfred’s, verwöhnt von Marko und Sibel und weiter geht es zu sportlichen Aktivitäten wie CrossFit, Drachenboot fahren oder ein bisschen Gleichgewichtstraining im Kletterpark Jungfernheide.

 

BZ-Artikel:

„Spandaus Wasser-Stars kommen hoch hinaus“; http://www.bz-berlin.de/berlin-sport/mehr-berlin-sport/spandaus-wasser-stars-kommen-hoch-hinaus

 

Aber genau DAS macht doch Vereinsleben aus, oder nicht? Auch wenn diese Art von Vereinsleben am Aussterben ist. Das WIR-Gefühl ist essentiell. Man schwitzt und ackert zusammen, man lacht, leidet und schließt Freundschaften. So auch bei den Wasserballern und Schwimmern. Neben dem anstrengenden Training wird definitiv viel gelacht! Man hat Spaß und so sollte es immer sein. In jeder Sparte und jedem Teil dieses großen und traditionsreichen Vereins. Wasserfreund zu sein, das heißt Spaß zu haben mit Freunden, die irgendwann vielleicht wie Familie werden. Werte zu teilen, die für außenstehende vielleicht komisch wirken, weil man sich so viel zusammen quält. Na und? Wir lieben unseren Sport und wir lieben unsere Sportarten!

In den kommenden Wochen werden sich die Gruppen dann wieder ihren eigentlichen Sportarten zuwenden. Für die Schwimmer der Gruppe Stamm/Frank heißt es dann weiter „Kacheln zählen“, während die Wasserballer sich wieder vermehrt den taktischen Übungen und dem Spiel mit dem Ball widmen. Erster kleiner Höhepunkt der bevorstehenden Saison wird ein Vorbereitungsturnier in Oradea sein, anschließend geht es noch weiter nach Nizza und Monaco, um sich dort gegen Top-Teams des europäischen Wasserballs den letzten Feinschliff zu holen.

 

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