Lucas „Luuk“ Gielen kommt ins Spandauer Team!

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Seit 1979, dem Start der nationalen Dominanz der Spandauer Wasserballer mit aktuell 85 Titelgewinnen, haben Spieler aus insgesamt 20 Ländern bei WS 04 gespielt. U.a. kamen sie aus Ägypten, Japan, Kasachstan, Kuba, Mexiko, Polen, der Slowakei, der Ukraine und den USA.

Nun haben die Wasserfreunde den niederländischen Centerverteidiger Lucas „Luuk“ Gielen verpflichtet. Der „schwimmende Holländer“ ist ein Mann mit Gardemaß: 2,05 m groß, 100 kg schwer. Lukas hat seine Fähigkeiten in den vergangenen beiden Jahren beim serbischen Top-Team Partizan Belgrad unter Beweis gestellt und ist mit Partizan 2015 und 2016 Landesmeister geworden.

In der Champions League war Gielen mehrfach Kontrahent der Berliner. Und mit der Oranje-Auswahl spielte Lucas gegen das DSV-Nationalteam. Schon als Jugendlicher war er Mitglied niederländischer Auswahlmannschaften. So wurde er 2008 mit dem Oranje-Nachwuchs EM-Vierter und 2009 -Achter. Seit 2012 gehört er zum A-Team. Im April 2012 machte Lukas während der der Olympia-Qualifikation in Kanada spannende Erfahrungen mit der deutschen Auswahl unter der Leitung von Hagen Stamm. Seine zwei eigenen Tore waren ein für Gielen erfreulicher Aspekt der 6:11-Niederlage der Niederländer.

Einstweilen freilich haben sich die Gewichte verschoben. Zwar verpassten Anfang April 2016 beim Welt-Qualifikationsturnier in Triest (Italien) beide Teams, die Olympia-Qualifikation – wie auch vier Jahre zuvor. Aber die Niederländer (am Ende Fünfter) verpassten ihr Rio-Ticket nur um eine Haaresbreite aufgrund ihres 11:12-Ergebnisses im Fünfmeterschießen gegen Frankreich. Deutschland dagegen enttäuschte als Achter nach einer desaströsen Gesamtleistung.

Zwei Jahre in Belgrad bei Trainer Vladimir Vujasinovic, der einst als weltbester Centerverteidiger im Wasser galt, haben das Potenzial des Niederländers spürbar vergrößert. Das Motto des 26-Jährigen lautet „Victory Loves Preparation“. Peter Röhle erklärt: „Mit dieser Einstellung passt Luuk Gielen hervorragend in unser Team!“

Nach dem vor zwei Wochen verkündeten Zugang von Nikola Dedovic (Primorje Rijeka) ist Gielen erst der zweite Neue im Spandauer Team, sicher aber nicht der Letzte dieser Saison.

Einige der bekannten Gesichter wird man in der kommenden Saison aus ganz unterschiedlichen Gründen vermissen:

Tim Donner wechselt zur SG Neukölln und will sich stärker auf sein Studium konzentrieren.

Maximilian Costa wird in Rumänien sein Medizin-Studium beginnen und bei CSM Oradea spielen.

Erik Miers und Hatem El Ghannam wollen beim OSC Potsdam sportlich etwas „kürzer treten“, aber dennoch weitermachen, und

Christian Schlanstedt, der es zuletzt sogar bis in die Nationalmannschaft geschafft hatte, zieht die Liebe ganz weit weg: nach Australien. Auf der anderen Seite der Erde wird er hoffentlich seine negativen Erfahrungen während der verpassten Olympiaqualifikation in Triest in diesem Jahr aufarbeiten können, Trainer finden, die ihn in seiner Entwicklung angemessen unterstützen, und somit dem Wasserball-Sport erhalten bleiben.

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