IDM 2015 in Berlin: Meistertitel für Dogue und Schöneborn

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Gut sechs Wochen vor den Weltmeisterschaften fanden am 16. und 17. Mai im Berliner Olympiapark die Internationalen Deutschen Meisterschaften statt. Patrick Dogue (Potsdam) und Lena Schöneborn (Bonn) setzten sich in spannenden Entscheidungen durch und sicherten sich den mit 2.000€ dotierten Georg-von-Opel-Preis. Insgesamt nahmen Athletinnen und Athleten aus neun Ländern an den Wettkämpfen teil.

Bei den Männern musste sich Dogue (1505 Punkte) am Samstag nur knapp dem Olympiasieger von London, David Svoboda (1507 Punkte) geschlagen geben. Als bester Deutscher holte er aber seinen zweiten Meistertitel nach 2013.

Dogue mit bester Combined-Leistung

Über den gesamten Wettkampftag lieferte Dogue dem tschechischen Weltklasseathleten einen packenden Kampf um den Sieg. Nach einer durchschnittlichen Zeit im Schwimmen (2:04 Minuten auf der 25-Meter-Bahn) zeigte der 23-Jährige eine beherzte Vorstellung im Fechten (250p, 20 Siege bei 9 Niederlagen) und einen konzentrierten Ritt mit nur zwei Abwürfen (286p). Im Combined gelang Dogue die beste Leistung aller Athleten: Nach dem letzten Schießen übernahm er zwischenzeitlich sogar die Führung, bevor er dem laufstarken Svoboda im Zielsprint knapp den Vortritt lassen musste.

Dahinter belegten Christian Zillekens (Potsdam) mit 1478 und Matthias Sandten (Bonn) mit 1465 Punkten die weiteren Podiumsplätze in der nationalen Wertung. Als Junioren-Meister wurde Zillekens zudem mit dem Georg-Von-Opel-Preis für den besten Nachwuchsathleten (mit 1.000 € dotiert) geehrt.

Schöneborn behält knapp die Oberhand

Lena Schöneborn musste für ihren bereits siebten Meistertitel hart kämpfen. Erst im letzten Schießen holte sie dank einer makellosen Serie die stark auftrumpfende Ronja Döring (Berlin) ein und ließ ihre Konkurrentin im Ziel mit fünf Sekunden Vorsprung (1358 bzw. 1353 Punkte) hinter sich. Dabei hatte der Tag für die Olympiasiegerin von 2008 alles andere als gut begonnen: Fünf Abwürfe und nur 262 Punkte bedeuteten nach dem Reiten Rang 20 von 31. Auch mit einer Zeit von 2:16 Minuten über die 200-Meter-Freistil-Distanz blieb Schöneborn unter ihren Möglichkeiten.

In ihrer Paradedisziplin Fechten spielte die Weltranglistenzweite aber ihre ganze Stärke aus: Mit 24 Siegen aus 30 Kämpfen katapultierte sich Schöneborn auf Rang 2 in der Gesamtwertung vor dem abschließenden Combined. Auch dank ihrer Laufstärke konnte sie Döring sowie Isabel Brand aus Guatemala hinter sich halten. „Die Meisterschaften waren in diesem Jahr gut in den Wettkampfkalender integriert und haben dadurch an sportlichem Wert gewonnen. Für mich persönlich hat sich heute gezeigt, dass ich mich in der WM-Vorbereitung auf einem guten Weg befinde“, sagte die 29-Jährige im Anschluss.

Die Wertung in der Junioren-Konkurrenz, gleichbedeutend mit dem dritten Gesamtrang in der nationalen Wertung, sicherte sich Alexandra Bettinelli (Berlin), der mit 12:37 Minuten auch die beste Zeit im Combined gelang.

Bundestrainer nominieren WM-Team

Auf Basis der bisherigen Saisonresultate gaben die Bundestrainer Kim Raisner und Christian Sandow im Anschluss an die IDM die Mannschaft für die Weltmeisterschaften in Berlin (28. Juni bis 5. Juli) bekannt. Neben den amtierenden Team-Europameisterinnen Schöneborn, Annika Schleu (Berlin) und Janine Kohlmann (Potsdam), sicherte sich Ronja Döring durch ihren starken Auftritt das letzte Ticket bei den Frauen.

Die deutschen Farben bei der Männer-Entscheidung vertreten Patrick Dogue, Christian Zillekens, Fabian Liebig (alle Potsdam) und Matthias Sandten (Bonn), der mit Platz 10 zum Auftakt in Sarasota das beste Saisonresultat erzielen konnte.

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