Eins, zwei, drei …. meins!

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Am Mittwoch startete der Titelverteidiger, die Wasserfreunde Spandau 04, in das „Best-of-Five“-Finale um die Deutsche Wasserballmeisterschaft mit der Auftaktpartie beim ASC Duisburg. Es endete 7:6 für die Hauptstädter, die damit den Grundstein für ihren 34. Meistertitel seit 1979 legten. Die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic, der erst vor Kurzem seinen Vertrag verlängerte, kann dadurch jetzt die beiden folgenden Heimpartien in der Schwimmhalle Schöneberg gestärkt angehen und auch die Titelverteidigung noch an diesem Wochenende erreichen.

„Ein Selbstläufer wird das aber nicht, wir müssen uns gegen die Duisburger voll auf unsere Stärken besinnen, konzentriert bleiben und kräftig durchziehen“, sagt Manager Peter Röhle. Das vorhandene Potenzial spreche zwar für Spandau, aber die Auftaktpartie habe ebenfalls gezeigt, „wie schnell die Situation umschlagen kann, wenn nicht bei allen Aktionen mit absoluter Konsequenz und Kraft gehandelt wird“. Im ersten Spiel führten die Berliner beinahe durchgängig (nur beim 2:3 lag Duisburg einmal vorn), aber nachdem das Team den greifbaren Erfolg beim zwischenzeitlich erreichten Zwei-Tore-Vorsprung nicht absichern konnte, wurde es am Ende noch einmal ziemlich eng.

„So weit wollen wir es am Wochenende gar nicht erst kommen lassen“, kündigt auch Moritz Oeler an, am Mittwoch war er einer der stärksten Spandauer Spieler und Doppeltorschütze. „Wir sind noch lange nicht durch,  wir können noch immer stolpern“, und er hat dafür ein treffendes Beispiel parat, an dem er selbst – wenn auch auf der Gegnerseite – beteiligt war: In der Finalserie von 2006 trat Spandau nach einer 2:1-Fürung nach drei Partien daheim, mit „Matchball“, gegen den SV Cannstatt (eben mit Moritz Oeler) an und verlor dann überraschenderweise doch, sogar haushoch. Die Schwaben glichen dadurch zum 2:2-Zwischenstand aus und gewannen dann auch noch das die Meisterschaft entscheidende fünfte Spiel zuhause. Und Spandau verlor dadurch den Meistertitel!

„Vorbeugen ist besser als heulen“, sagt Moritz Oeler und kündigt an, „dass wir wirklich alles tun werden, um unseren besten Wasserball zu spielen. Wenn wir unser Ziel erreichen, wird nach dem Sonntagmatch auch angemessen gefeiert.“

Die Spandauer treten abermals mit ihrer Bestbesetzung an. Auch Nationalspieler Tobias Preuß ist trotz seines Nasenbeinbruchs erneut dabei, nachdem er in Duisburg – dem eigenen Antriebe gehorchend, unbedingt dabei sein zu wollen – mit einer schwarzen Gesichtsmaske als „Wasserball-Zorro“ zeigte, dass ein starker Wille und eine große Leidenschaft zu den bekannten 04-Tugenden zählen.

Das Team und der gesamte Verein möchten am Wochenende das Publikum begeistern und sich mit einer großen Leistung für die Unterstützung bedanken.


Deutsche Wasserball-Liga (DWL), Finale 2 u. 3

13. und 14. Juni 2015

Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg

Spielbeginn:  Sa. 16 Uhr / So. 15 Uhr

Spielort: Sport- u. Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin


ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04: 6:7 (1:1, 2:3, 2:2, 1:1)

Torschützen: Moritz Oeler, Mateo Cuk 2, Maurice Jüngling, Petar Marković, Marin Restović 1

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