Das Ende einer Serie zum Anfang einer neuen machen

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Ein fast schon historischer Sieg für Waspo 98 Hannover

Für W98 Waspo Hannover ist am Samstag in der Schwimmhalle Schöneberg ein Trauma zu Ende gegangen. Am 2. Spieltag der Saison 2016/2017 in der A-Gruppe der DWL gewannen die Niedersachsen ihren Auswärtsauftritt bei Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 mit 13:11 und schrieben für sich ein Stück Vereinsgeschichte, das entsprechend laut bejubelt wurde. Denn erstmals seit der 2002 mit 2:3 Siegen gegen die Berliner verlorenen Finalserie konnten sie wieder ein Spiel gegen die Hauptstädter gewinnen, nachdem es 2014/15 daheim nur zu einem 5:5-Remis gereicht hatte.

 

Gutes Center-Spiel

Der Ausgang war am Ende verdient, da sich die Gäste durchsetzungsstark präsentierten und vor allem im Center-Spiel beeindruckten. Hannover, nach personellen Verstärkungen vor allem mit Akteuren des Olympia-Vierten Montenegro vor der Saison als „Millionentruppe“ bezeichnet, unterstrich damit seinen Anspruch auf den Meistertitel, den die Mannschaft bisher erst einmal 1993 – mit Karsten Seehafer, dem heutigen Trainer, als Spieler – gewinnen konnte. Spandau führte zwar im ersten Viertel kurzzeitig mit zwei Toren (5:3), lief dann aber immer einem Rückstand hinterher. Die Aufholjagd vom 7:10 zum 11:11 kostete Kraft, zwei Minuten vor Ende schaffte Hannover per Fünfmeter-Strafwurf und Überzahltor des Ex-Spandauers Erik Bukowski die Entscheidung.

 

Zu viele Gegentore in den ersten zwei Vierteln

„Wir haben eine Halbzeit lang nicht gut verteidigt, zehn Gegentore sind einfach zu viel – das darf nicht passieren. Gegen ein ausgebufftes Team, wie es Hannover aktuell ist, kann man das schwer kompensieren“, sagte Peter Röhle, der den Ausgang als „unnötige Niederlage“ bezeichnete: „Wenn wir nur richtige Antworten im richtigen Moment gegeben hätten, hätte das Ergebnis anders ausgesehen.“ Hinzu kam, dass die Berliner nach Wasserverweisen gleich auf drei Spieler verzichten mussten (Marko Stamm – Ausschluss mit Ersatz, Lucas Gielen und Mehdi Marzouki  mit je drei Wasserverweisen). Das verlorene Spiel habe aber sein Gutes darin, dass es „für den Fortgang der Saison, die bis zum Meisterschaftsfinale noch lange dauert, sicherlich einen Lerneffekt darstellt“. Und so geht Röhles Blick bereits nach vorn, z.B. auf den bevorstehenden Start der Champions League, wenn er sagt: „Wir wollen jetzt eine neue Siegesserie beginnen!“

Spandau ist – und das ist eine durchaus überraschende Momentaufnahme – in der Achter-Tabelle der A-Gruppe mit 2:2 Punkten aktuell nur Vierter. Verlustpunktfrei führen Hannover, ASC Duisburg und die SG Neukölln mit jeweils 4:0 Zählern die Tabelle an.

 

Deutsche Wasserball-Liga (DWL)   2016/2017, Spiel 2, 12. November 2016

Wasserfreunde Spandau 04 – W98 Waspo Hannover 11:13 (5:5, 3:5, 3:1, 0:2)

Torschützen:      Nicola Dedovic (4), Maurice Jüngling (2), Marin Restović, Marko Stamm, Mateo Cuk, Spencer Hamby, T. Preuß (je 1)

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