Das CL-Ende in Oradea: Der letzte Eindruck ist der bleibende!

0

Am 3. Mai werden die Wasserfreunde Spandau 04 beim rumänischen Serienchampion CSM Oradea ihr zehntes und letztes Spiel der Champions League-Hauptrundengruppe B, das allerdings für den weiteren Fortgang des Wettbewerbs aus Berliner Sicht keinerlei Bedeutung mehr hat, bestreiten.

 

  • Pressemitteilung Wasserfreunde Spandau 04 vom 01. Mai 2014
  • Champions – League 2013/2014, Spieltag 10 in Oradea (ROU), 03. Mai 2014
  • CSM Oradea – Wasserfreunde Spandau 04
  • Spielort: Ioan-Alexandrescu Swimming Pool Oradea (ROU) Spielbeginn: 20.00 Uhr

 

Die Gäste aus der deutschen Hauptstadt stehen als Vierter des Sechserfeldes fest und haben damit das Final-Six Ende Mai in Barcelona, das nur den Top 3, Radnicki Kragujevac (SRB), AN Brescia (ITA) und Partizan Belgrad (SRB), vorbehalten ist, nicht erreicht. – Die Chance für die Finalrunde hatte durchaus bestanden. Sie war, verglichen mit der Vorsaison, durch eine verbesserte Leistung erarbeitet worden. Im letzten Jahr wurden die Wasserfreunde mit nur einem Sieg nur der Letzte der Fünfer-Gruppe. In diesem Jahr erzielte das Hauptstadt-Team vor der Schlusspartie bereits drei Siege, ein Remis und auch fünf Niederlagen. Mit diesem Spiel könnte das Spandauer Team bei einem Erfolg in Oradea sogar noch den vierten Sieg in der ersten Kategorie erzielen.

Die Reise nach Rumänien tritt das Team freilich in einer sehr besonderen Situation an. Am Montag hatte das Präsidium die Zusammenarbeit mit dem erst zu Beginn der aktuellen Saison verpflichteten ungarischen Trainer Andras Gyöngyösi „mit sofortiger Wirkung“ für beendet erklärt, denn es entwickelte sich eine zunehmend ungute Stimmung im Team. – Der Spielerkader drohte „auszubluten“, mehrere Spieler wollten gar Berlin verlassen, wenn es bei der autoritären, unkommunikativen und menschlich rigiden Führung durch den Coach bliebe. Diese Gefahr führte nun dazu, dass zu einem für Außenstehende ungewöhnlichem Zeitpunkt die Notbremse gezogen wurde. Diese Entscheidung musste fallen, obwohl Spandau im laufenden Spieljahr, wenn man die Spielergebnisse betrachtet, erfolgreich ist. Ganz anders als im Vorjahr, als Spandau vom Dauerrivalen ASC Duisburg als Meister und Pokalsieger doppelt entthront worden war.

Mit nur einer Niederlage (in Duisburg) haben die Wasserfreunde die Hauptrunde der DWL und damit den Heimbonus in allen Playoff-Runden gewonnen. Im Pokal stehen sie im Final-Four am 10./11. Mai in Hannover, sie treffen dort im Halbfinale ebenfalls auf den ASCD.

Auch im Best-of-Five-Duell um die Meisterschaft ab dem 14. Mai (gegen Duisburg oder Waspo Hannover) werden die Berliner im Fall der Fälle ein Spiel mehr daheim haben.

Die gesteigerte Leistungsfähigkeit Spandaus in der Champions League soll nun in Oradea bestätigt werden.  8:6 hatte Spandau die Heimpartie im November 2013 gewonnen, CSM gilt nicht als besonders heimstark. Der bisher einzige Punktgewinn dieses rumänischen Teams stammt aus dem 9:9 gegen Galatasaray Istanbul in der eigenen Halle.

Was die aktuelle CL-Saison angeht, ist der Ausgang dieser Begegnung für Spandau zwar ohne Bedeutung, jedoch ist die Art und Weise, wie der Rekordmeister mental auftritt, enorm wichtig.

Peter_Röhle_Jan2014_600x600

„Der letzte Eindruck ist der bleibende“, sagt Manager Peter Röhle, der mit Gyöngyösis Entlassung vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegen ist. Cheftrainer war Peter Röhle auch bereits von 1997-2006. Röhle gewann als Spandaus Trainer insgesamt neun Meisterschaften und sieben Pokale. Seine Amtszeit endete dann im Jahre  2006 mit dem Verlust des Titels an den SV Cannstatt. Heute ist die Aufgabe eine für ihn ganz ungewohnte: Es geht nicht um die Titelverteidigung sondern um die Rückeroberung von Pokal und Meisterschaft. Und in der Champions League sind die Wasserfreunde dank der Wild Card bereits für zwei weitere Jahre für die Hauptrunde qualifiziert. – Es stehen viele spannende Spiele an.

Share.

Leave A Reply

eins × eins =