Auf in den Kampf! Champions-League-Auftakt gegen Jug Dubrovnik

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Am Samstag beginnt mit dem siebten Pflichtspiel der wirklich leistungsrelevante Part dieser Saison.

Rekordmeister Spandau 04 trifft in der Schöneberger Schwimmhalle beim Champions- League-Auftakt der Gruppe B auf die Kroaten von Jug Dubrovnik. Hier trifft Spandau gleich zu Beginn auf einen sehr starken Gegner im mit den weiteren Kontrahenten Partizan Belgrad (Serbien), Primorje Rijeka (Kroatien), Szolnok (Ungarn) und Galatasaray Istanbul (Türkei) top besetzten Sechserfeld. Schon diese Liste verdeutlicht, wie schwer es für die Berliner werden wird, nach Hin- und Rückpartien einen der drei ersten Gruppenränge zu belegen, der den Einzug ins „Final Six“ des Königswettbewerbs Ende Mai 2015 in Barcelona bedeuten würde.

Dieser David-gegen-Goliath-Kampf gegen die laut 04-Präsident Hagen Stamm „kleine Weltauswahl“ aus Dubrovnik hat damit bereits eine Schlüsselfunktion in Bezug auf den Fortgang der Champions League, in der auch die zweite Partie für die Wasserfreunde am 17. Dezember gegen Szolnok daheim ausgetragen werden wird. Jug (übersetzt Süd) Dubrovnik, 1923 gegründet, nimmt im Wasserball-Land Kroatien eine ähnlich herausragende Position ein wie Spandau hierzulande. 34 mal war Jug Dubrovnik Landesmeister, 12 mal Pokalsieger. Zudem hat der Klub dreimal die Champions League (bzw. Meistercup) gewonnen, zuletzt im Jahre 2006.

Das aktuell von Trainer Miho Bobić betreute Team wird daher verständlicherweise vielfach als „erfolgreichster Wasserballverein der Welt“ (Wikipedia) bezeichnet. Sechs Spieler des Weltmeisters von 2007und sieben des Olympiasiegers von 2012 stammten aus den Jug-Reihen.

Wie Spandau ist Dubrovnik per Wild Card in die CL-Hauptrunde gelangt, die der Europaverband bei besonderen Verdiensten und Erfolgen an insgesamt acht Vereine vergeben hat. Bereits mehrfach sind beide Klubs in internationalen Wettbewerben  aufeinander getroffen und haben sich bereits spektakuläre Schlachten geliefert. Im Finalturnier des Meistercups 1980 besiegten die Wasserfreunde Gastgeber Dubrovnik, aber die Kroaten wurden am Ende doch der Gewinner des Potts. Damals agierte man auf Augenhöhe, aktuell hat sich das Kräfteverhältnis allerdings deutlich verändert: Dubrovnik ist im Samstags-Duell der klare Favorit, Spandau agiert als Außenseiter. Doch auf dem Spielfeld kann viel passieren.

Hagen Stamm erklärte: „Das wird eine Riesen Herausforderung gegen eine Weltklassemannschaft. Aber wenn wir wirklich das bringen, was wir optimal können, dann können wir in eigener Halle jeden Gegner ärgern.“ Durch die 4:6-Niederlage beim ASC Duisburg habe die Mannschaft einen verdienten Weckruf erhalten. „Ich habe nicht gedacht, dass wir überhaupt so schlecht spielen können. Aber das wird nicht noch einmal passieren. Die Truppe hat Reaktion gezeigt“, kommentierte der Präsident den letzten Praxistest der Spandauer am vergangenen Wochenende beim 23:6 gegen den Lokalrivalen SG Neukölln. Fakt aber bleibe dennoch, das Team sei noch am Zusammenwachsen, die jungen Nachrücker und die Neuzugänge dabei, ihren Platz im Mannschaftsgefüge zu finden. „Wir können noch viel lernen und werden im Laufe der Saison noch besser werden. Da gibt es jede Menge Steigerungspotenzial. Um dieses Schritt für Schritt zu erschließen, hat Trainer Petar Kovacevic mit den Männern hart und viel gearbeitet.“ Gegen Jug Dubrovnik sollte das Publikum die erhöhte Leistungsfähigkeit des Teams bereits erkennen können.

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