„Aquece Rio“: Vorolympische Generalprobe am Zuckerhut

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Vom 10. bis 14. März schnuppert die Fünfkampf-Elite olympische Luft beim Weltcup in Rio de Janeiro. Es ist das erste Kräftemessen im Deodoro Olympic Park, wo im August das begehrte Edelmetall vergeben wird. Nach dem Doppelsieg durch Lena Schöneborn und Annika Schleu beim Saisonauftakt geht das deutsche Team am Zuckerhut in der gleichen Besetzung an den Start.

Unter dem Motto „Aquece Rio“ („Erwärme Rio“) findet der zweite Weltcup des Jahres in der Olympiastadt Rio de Janeiro statt. Die Wettkämpfe in der brasilianischen Metropole werden bereits mit Spannung erwartet – nicht nur aufgrund der zu vergebenden Punkte für die Qualifikationsrangliste. Sie dienen zugleich als Generalprobe für die olympische Entscheidung vom 18. bis 20. August im Deodoro Olympic Park.

Die deutsche Mannschaft geht mit den acht Athletinnen und Athleten ins Rennen, die auch den Weltcup-Auftakt in Kairo bestritten haben. Sie absolvierte zur Vorbereitung ein internationales Trainingslager in Curitiba im Südosten des Landes. Die auf gut 1.000 Meter Höhe gelegenen Anlagen der örtlichen Militärakademie boten hervorragende Bedingungen für den letzten Feinschliff.

 

Schöneborn und Schleu mit Traumstart in Kairo

Der Saisoneinstand hätte für die Frauen nicht viel besser verlaufen können. Lena Schöneborn (Bonn) und Annika Schleu (Berlin) sorgten in der ägyptischen Hauptstadt für den ersten Doppelsieg der deutschen Fünfkampf-Geschichte und reisen mit Rückenwind an den Zuckerhut. Mit Rang 15 hatte auch Janine Kohlmann (Potsdam) ein solides Ergebnis erreicht, wenngleich in einzelnen Disziplinen noch Luft nach oben war. Nachdem es in Kairo knapp nicht gereicht hat, peilt Ronja Döring (Berlin) nun den Einzug in das Finalfeld an.

Die Männer unternehmen den nächsten Anlauf, um die nötigen Punkte für die Olympiaqualifikation zu sammeln. Bei seinem 24. Platz hatte Christian Zillekens (Potsdam) gute Ansätze gezeigt, wenngleich es für eine vordere Platzierung (noch) nicht reichte. Sein Teamkollege Patrick Dogue hatte nach souveräner Leistung im Halbfinale keinen guten Endkampf erwischt – der deutsche Meister belegte nur den 34. Rang. Für Matthias Sandten (Bonn) und Stefan Köllner (Potsdam) gilt es, nach dem Aus in der Qualifikation zum Auftakt nun ihr Leistungspotenzial in Rio de Janeiro abzurufen.

 

Zeitplan:

10. März: Qualifikation Frauen (mit Ronja Döring, Janine Kohlmann, Annika Schleu, Lena Schöneborn)
11. März: Finale Frauen (nur Fechten Platzierungsrunde) // Qualifikation Männer (mit Patrick Dogue, Stefan Köllner, Matthias Sandten, Christian Zillekens)
12. März: Finale Männer (nur Fechten Platzierungsrunde) // Finale Frauen (Schwimmen, Fechten Bonusrunde, Reiten, Combined)
13. März: Finale Männer (Schwimmen, Fechten Bonusrunde, Reiten, Combined)
14. März: Mixed-Staffel (mit Lena Schöneborn und Patrick Dogue)

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